Tuesday, October 12, 2010

Der Wein am Rhein



Der Oktober ist gerade wunderschön - nicht nur an Rhein und Mosel (Fotos: außerhalb von Koblenz, letztes Wochenende), auch hier in Hessen. Von meinem Arbeitsplatz aus kann ich jeden Tag beobachten, wie Wald und Wiesen immer bunter werden. Genießt also die sonnigen Tage, solange es noch geht!

Saturday, October 31, 2009

Von den Talenten

"There's a unique sense of fulfillment that comes when we submit our gifts to God's use and ask him to energize them in a supernatural way - and then step back to watch what he does. It can be the difference between merely existing in black and white and living a life in full, brilliant color."
Lee Strobel

Ich habe eine Gabe. Du hast eine Gabe. Jeder Mensch hat Gaben, die Gott in uns hineingelegt hat.
Diese "Talente" sind uns eben nicht gegeben, damit wir sie irgendwo eingraben und wegschließen, sondern damit wir sie zur Ehre Gottes perfektionieren, fördern, und andere Menschen damit erbauen. Wenn ich meine Gaben nicht kenne oder sie nicht benutze, verhindere ich Gottes Wirken durch mich. Wir machen Gott klein, wenn wir uns selbst schlechtreden oder unsere Talente verkümmern lassen. Wir werden nie die Fülle Gottes in unserem Leben erfahren, wenn wir nicht nach dem leben, was Gott in unser Herz gelegt hat.

Ich sollte langsam mal anfangen, zu dem zu stehen was ich gut kann, und alles daran zu setzen um es für Gott einzusetzen!

Saturday, October 10, 2009

(Sehn)Sucht

"Als sie der Versuchung einmal nachgegeben hatten, war ihre Freiheit vom Verlangen besiegt. Sie wollten mehr. Gott wußte: bei diesem einen Baum würde – ja konnte – es nicht bleiben..."


Kein Alkohol, keine Drogen, keine Zigaretten; nicht mal Schokolade würde mich in Versuchung treiben. Ich bin wirklich frei von jeder schlimmen Sucht! Oder?


Wie frei bin ich wirklich? Sind meine alltäglichen "Gewohnheiten" und Hobbys wirklich so harmlos, oder mache ich mir – und anderen – da selbst etwas vor?

Wenn es keine Sucht wäre, könnte ich es ja jederzeit aufgeben, ohne dass es mir etwas ausmacht. Wenn es keine Abhängigkeit wäre, würde ich ohne diese Dinge ja genauso zufrieden durchs Leben gehen. Und selbst wenn: ist das nicht normal, dass sich jeder Mensch auf dieser Welt auch nach etwas Trost, Sicherheit, Vergnügen und Liebe sehnt?


Machen wir mal den Selbsttest mit Dingen, die ich mit Sicherheit nicht als "Sucht" bezeichnen würde:


  • Kaffee. Klar, ich kann gut ohne leben - wenn ich keinen Zucker oder Milch dazu habe. Aber wenn beides da ist, warum sollte ich darauf verzichten?! Dieser Duft.......
  • Freecell. Ach was, diese kleinen Spielereien zwischendurch. Nur bei Langeweile natürlich. Aber warum widme ich diese Zeit nicht lieber Gott?
  • Geld. Ist doch lebensnotwendig; ohne Geld kein Kaffee ;-) Je mehr Geld, desto mehr Kaffee. Oder Fair Trade-Kaffee – dann tu ich auch noch was für die armen Menschen in Südamerika. Und ansonsten bin ich sehr sparsam – andere würden das vielleicht sogar als geizig bezeichnen. Aber man muss doch sehen, wo man bleibt!?
  • Versicherungen. Rente, Auto, Fahrrad, Hausrat, Brand, Marder, Kinder, Ausbildung, Reiserücktritt, Zahnarzt, Einzelzimmer, Chefarzt, ... Da wäre ich ja völlig aufgeschmissen ohne!
  • Sport. Mein Körper ist doch der Tempel des Heiligen Geists – der muss picobello sein! Wenn ich zuviel gegessen habe, müssen die Pfunde wieder runter, um jeden Preis. Ich will Muskeln, kein Fett!
  • Kosmetik. Ohne Schminke auf die Straße?? Niemals. Dann würden die Leute ja sehen, wie ich wirklich aussehe. Was das kostet, ist doch egal – Hauptsache das Ergebnis stimmt.
  • Rosamunde Pilcher. Natürlich fesselt mich daran vorallem der ausgefeilte Schreibstil der Autorin, was sonst. Und bei dem Regenwetter ist Lesen doch eine vernünftige Beschäftigung. Ach, und die Geschichten gehen immer so zu Herzen...


Oooh, ich stelle fest, mir fallen immer mehr Sachen ein (für Vollständigkeit übernehme ich keine Gewähr), die ich von meiner Gewohnheitsliste nur ungern streichen möchte. Aber zu meiner Selbstverteidigung: nicht alle o.g. Dinge stehen wirklich auf meiner persönlichen Liste, seien aber beispielhaft für euch da draußen genannt ;-)


Aber seien wir mal ehrlich – und John Eldredge hat es hier genau auf den Punkt getroffen, wie ich finde: Kommt euch nicht auch manchmal der Gedanke, dass wir mit der Erfüllung all unserer lieben Gewohnheiten und innerem Verlangen eigentlich keinen Gott mehr brauchen? Wären wir dann nicht auch ohne Gott glücklich? Wenn wir alles haben, was wir brauchen und wir gar nicht mehr wissen, was wir uns wünschen sollten – ist Gott dann nicht überflüssig?


Warum sehne ich mich nach so vielen kleinen, unbedeutenden, schädlichen "Dingen" auf der Welt, anstatt mich nach mehr Nähe zu Dem zu sehnen, der mir das Leben in aller Fülle schon bietet?! Ich hoffe, ich ertappe mich in Zukunft viel öfter bei diesem Gedanken und komme wieder "zur Besinnung" auf das, was wirklich zählt – anstatt mich bei Gott zu beschweren, wenn Er mir dieses oder jenes kleine "Vergnügen" nicht gönnt...

Thursday, October 8, 2009

GoPal! Wohin auch immer...

Das (leidige) Thema Navigation nimmt langsam universelle Dimensionen an, an denen sogar meine Mutter nicht herumkommt - auch wenn "früher alles besser war".
Eigentlich bin ich ja prinzipiell gegen das ALDI-Prinzip. Aber manchmal - hier kommt meine gelegentliche Inkonsequenz wieder zum Vorschein - heiligt der Zweck die Mittel. Erstens, weil das neue ALDI-Navi günstiger ist als das neue TomTom meiner Mutter (extrem wichtig in Zeiten der Arbeitslosigkeit ;-), zweitens ist es kleiner, und drittens kann es sogar mehr (zumindest in den Punkten, die mir wichtig sind). Natürlich hat die Testphase gerade erst begonnen, und nach dem Wochenende wird sich zeigen, ob ich nicht doch von meinem Rückgaberecht Gebrauch mache.

Ein für mich besonders wichtiges Feature: die Ansage von Straßennamen und Richtungsanweisungen, wenn's mal hektisch wird. Damit ich nicht auf gut Glück die "nächste" Abbiegung in 500 m nehme und dann feststelle, dass es doch diejenige 2 m weiter gewesen wäre. Am besten ist es immer, wenn man dann nicht umdrehen kann, weil Einbahnstraße, und man für die nächsten x Minuten im Innenstadtverkehr feststeckt, bis man wieder auf die richtige Spur kommt.

Ich wünschte manchmal, ich hätte so ein "Navigationsgerät" von Gott automatisch in mir eingebaut, das mir immer sagt, welche Richtung und Straße ich denn jetzt einschlagen muss. Wäre das nicht das christliche Nonplusultra-Navi?! Mit lauten Ansagen von oben, wie: "Drehen Sie um!" oder einem akustischen Fahrspurassistenten, der mich genau auf die richtige Spur lotst, bevor ich mich verfahre. Sollte unser allmächtiger Gott das nicht mühelos auf die Reihe kriegen?!

Da das natürlich eine rhetorische Frage ist, stellt sich gleich die nächste: Warum tut Er es dann nicht?
Oder stimmt vielleicht mit unserer Lautstärkeeinstellung irgendwas nicht? Überhören wir vielleicht die akustischen Warnsignale, weil die Musik gerade so laut ist?

Ich lese gerade das Buch von John Eldredge "Finde das Leben, von dem du träumst - warum es sich lohnt, auf die Stimme des Herzens zu hören" (The Journey of Desire). Und ich denke, es gibt zwei Antworten auf die Frage, warum mein ALDI-Navi scheinbar mehr kann als Gott.

  1. Gott läßt uns bewußt unsere eigenen Wege ausprobieren. Damit wir Fehler machen und aus unseren Fehlern lernen, daran wachsen und "weiser" werden. Und natürlich, weil viele Wege - auch auf Umwegen - letztlich ans Ziel führen können.
  2. Manchmal will er uns führen, aber wir ignorieren seine Anweisungen (die Stimme unseres Herzens, if you will). Ich bin zu beschäftigt mit anderen Dingen, lasse mich ablenken, verlocken. Oder ich nehme mir gar nicht erst die Zeit, mich wirklich auf Gottes Reden einzulassen. Ich erwarte heutzutage Instant-Messaging, habe keine Geduld, zu warten - und da macht Gott eben nicht immer mit.
Und wahrscheinlich ist das auch besser so - nicht immer ist der vermeintlich kürzere, schnellere Weg auch der beste in unserer individuellen Situation. Ich tröste mich damit, dass Gott immer noch den weitesten Blick hat von uns allen, und uns alle Dinge zum Besten dienen lassen will. Bei Gott gibt es keine Einbahnstraßen und Sackgassen; die bauen wir uns oft nur selbst.

Üben wir uns also lieber in Geduld und Vertrauen darauf, dass Gott unsere Route auch im Hintergrund perfekt durchgeplant hat, und uns bei Abweichungen immer wieder auf den richtigen Kurs bringt - bis wir am Ende bei Ihm ankommen.

Sunday, July 19, 2009

Wein, Weib und Gesang

Na, ohne mal auf das abwertende Wort in der Mitte einzugehen, umfasst das so die Hauptbeschäftigung dieses Wochenende. Samstag bis Sonntag zu Besuch bei Ulli & Daniel im schönen Würzburg, mit einem sehr netten Abend auf dem Weinfest im Weingut Stein. Also viel Wein und Gesang, die Liveband war echt super. Und heute abend gibt's nochmal Wein beim gemütlichen Frauen-Film-Abend - manche Klischées haben auch was für sich...

Themenwechsel.
Ironischerweise geht es in den letzten Tagen auch in meinem online devotional gerade um das Thema Glauben, faith. Ist das jetzt ein Wink mit dem Zaunpfahl oder einfach nur Zufall? Wobei ich eigentlich nicht an Zufall glaube - Gott ist manchmal mehr hinterrücks als direkt, kommt es mir fast vor. Jedenfalls passt es gerade sehr in meine Situation, besonders im Hinblick auf meine Kündigung zum 31.08. und die Frage, was wohl danach kommt. Da habe ich neulich noch zu jemandem gesagt, "Wenn du dein Leben nicht planst, planen es andere für dich" - und schon holt es mich wieder ein!

In Jakobus steht (da haben wir gerade im Hauskreis mit angefangen): “But when you pray, you must believe and not doubt at all. Whoever doubts is like a wave in the sea that is driven and blown about by the wind. If you are like that, unable to make up your mind and undecided in all you do, you must not think that you will receive anything from the Lord” (James 1:6-7).

Und ist das nicht genau das Ding? Ich bin unentschlossen und weiß nicht, wohin ich mich drehen soll, will auch keine Entscheidung treffen und warte, dass so ein Blitz von oben kommt, der mir den Weg zeigt. Aber ich sehe mittlerweile ein, dass es so scheinbar nicht läuft... Morgen mehr zum Thema.

Tuesday, July 7, 2009

Cholerischer Unmut

Ich bin überzeugtermaßen zu 78% Melancholiker und zu knapp 50% Choleriker. Im Moment überwiegt leider definitiv mein cholerisches Temperament, vorallem durch ein halbstündiges Handy-Telefonat mit der "Bundesagentur für Arbeit", so sie sich denn schimpfen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr entwickle ich gerade eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Leuten, die vom Geld des gemeinen Steuerzahlers (mir!) für totale Inkompetenz bezahlt werden und dabei glauben, sie würden wirklich etwas gegen die Arbeitslosigkeit in Deutschland tun. Ich fasse es einfach nicht.

Tuesday, June 23, 2009

Fear or faith

Schon wieder abgeschrieben, ich geb's ja zu... Viele Gedanken kommen mir gerade durch meine tägliche Bibellese, und diesen Monat geht es eben um den Glauben.

Besonders in Mann-Frau-Beziehungen ist ja scheinbar wichtig, wer das letzte Wort hat (oder zumindest glaubt, es zu haben ;-). Wenn wir nicht kontern können, uns nichts mehr einfällt, wir nicht gegen die Stimme gegenüber ankommen, fühlen wir uns unterlegen. Gibt es etwas schlimmeres als Kontrollverlust (rhetorische Frage einer Eins, Enneagramm läßt grüßen)?

Und was machen wir dann mit Gott? Christsein funktioniert eben nicht so wie die zwischenmenschlichen Beziehungen. Bin ich einmal zu dem Entschluß gekommen, dass Jesus für mich gestorben und auferstanden ist, ich durch seine Gnade gerettet bin - dann gebe ich im selben Moment zu, dass ich nichts alleine vermag, sondern (fast) alles nur durch Ihn. Ich verzichte auf das letzte (Wider-)Wort. Seltsamerweise kehrt sich das Prinzip hierbei um: indem ich Gott die totale Kontrolle für alles übergebe, lebe ich viel entspannter. Weil ich weiß, das Gott das am besten hinkriegt, weil Seine Gedanken definitiv höher sind als meine, weil er das Unmögliche möglich machen kann. God is in control - das sollte ich mir viel öfter sagen, wenn ich mal wieder mit argumentieren anfangen will...

"And immediately Jesus stretched out His hand and caught him, and said to him, "O you of little faith, why did you doubt?" Matt 14:31

Saturday, June 20, 2009

I know He can, but...

Es ist für einen Christen sicher eine grundlegende Voraussetzung, daran zu glauben, dass Gott allmächtig ist und alles zu tun vermag. Eine andere Sache ist es jedoch daran zu glauben, dass er auch alles definitiv tun wird.

Oft ertappe ich mich nach einem Gebet bei dem Gedanken, "Ich weiß dass du das jetzt gehört hast, Gott, aber ich hab vollstes Verständnis dafür, wenn du andere Pläne hast."
Ja ich gebe zu, es ist wohl ziemlich kleingläubig zu sagen "I know He can, but I'm not sure He will". Und ich bezweifle ja auch nicht generell, dass Gott unsere Gebete beantwortet. Aber ich glaube nicht, dass Gott alle unsere Herzenswünsche erfüllt, wenn wir darum beten. Und eigentlich ist das auch gut so, weil Gott am besten weiß, was wirklich gut für uns ist. Nur weil Kinder fünfmal am Tag Lust auf Eis haben, heißt das nicht, dass sie auch fünf Eis bekommen sollten...

Was meint David also, wenn er schreibt, "Delight yourself also in the Lord, and He shall give you the desires of your heart" (Ps 37:4)?

Geht es nicht vielmehr darum, dass Gott sieht, was wir wirklich brauchen (anstatt dem was wir wollen), und uns das dann auch - wie versprochen - zukommen lässt?!
"For your heavenly Father knows what you need" (Mt 6:32).

Wednesday, June 17, 2009

Gott macht keine Fehler

Eigentlich war ich auf der Suche nach was ganz anderem, als ich heute meine Bibel aufgeschlagen habe. Aber da springt mir doch dieser Zettel entgegen, auf dem ich das extra unterstrichen aufgeschrieben hatte: Gott macht keine Fehler. Ich weiß nicht mehr, warum mir das mal wichtig war, aber es stimmt definitiv immer noch :-)

Gott weiß immer, was richtig und falsch ist, und macht deshalb von vornherein alles richtig.
Aber: wir Menschen machen dafür ja Fehler en mass. Ich frage ich manchmal, ob Er manche Menschen einfach mit Dummheit straft oder einfach nicht mit Weisheit segnet - mich zum Beispiel...
Nein, das ist kein Zynismus.

Tuesday, June 16, 2009

For we walk by faith, not by sight (2 Cor 5:7)

Na ja, zumindest im Moment gehe ich noch nirgendwo hin - weder im Glauben noch sonstwie. Einfach mal frei haben und nichts zu tun, kann erstaunlicherweise ganz nett sein (und das von mir, ich werde scheinbar alt...). Nach dem ersten Schockzustand (wie - fertig???) bin ich jetzt in der Entspannungsphase angekommen und beschäftige mich mit 100 Dingen, die ich in den letzten Monaten sträflich vernachlässigt habe, allen voran Fitneßstudio, Tanzen (ja ja ja!!!) und Lesen.

Und Jobsuche. Kein schönes Thema. Das ist wie bei Wohnungssuche. Nach der 50sten Anzeige hat man einfach keine Lust mehr. Und ich denke mir mittlerweile: Gott könnte ja auch mal was tun, wenn Er mich denn konkret irgendwo haben will. Nein, das klingt jetzt etwas zu lästerlich. Aber ich vertraue einfach mal - im positiven Sinne - darauf, dass mir Gott schon noch klar machen wird, wohin ich denn gehen soll. Im Moment bin ich noch genauso planlos wie vor einigen Wochen. Eigentlich würde ich gern hier bleiben, aber hier gibt es keine Jobs. Und wegziehen wäre vielleicht echt mal dran. Aber wohin? Eigentlich zieht es mich in den Süden (Heidelberg, Stuttgart & Co wäre nett), aber die besten Jobs sind gerade in Hamburg. In den Osten will ich definitiv nicht, im Westen nichts Neues, also ... ???

Tuesday, May 26, 2009

Zielgerade

Heute war die letzte Präsentation und Vorlesung, Freitag ist die letzte Klausur angesetzt. Dann kommt nur noch das Kolloquium nächste Woche und siehe da - so schnell sind 3 Jahre rum!

Und jetzt kommt die berüchtigte Frage: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren? Antwort des BWLers: Das kommt ganz darauf an ...

Sunday, May 17, 2009

Web 3.0 ist da

Meist ärgere ich mich darüber, wenn mein Computer - scheinbar - alles besser weiß als ich und ich daran verzweifle, dass er nicht das tut, was er - meiner Meinung nach - tun sollte. Wenn ich im Internet stundenlang nach Infos suche und 10 Mio. Ergebnisse finde, die aber alle meine Frage nicht beantworten.
Na? Kommt euch das nicht bekannt vor...?

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für uns alle:
1. Stundenlanges Suchen hat jetzt ein Ende
2. Das Internet weiß alles besser

Was davon gut und schlecht ist, müsst ihr selbst beurteilen. Stöbert mal im neuen semantischen Web der Möglichkeiten: www.wolframalpha.com !

Oder, wie Mr. Spock sagen würde: "Faszinierend!"

Wednesday, May 6, 2009

What If ...

Im Film "Stadt der Engel" gibt es eine Szene am Anfang, in der Maggie (die Ärztin) das Herz ihres Patienten in der Hand hält, während sie versucht, sein Leben zu retten - erfolglos. Die Frage nach der OP, was sie hätte anders machen sollen, was anders gelaufen wäre, wenn... bereitet ihr schlaflose Nächte.

Geht es uns nicht genau so? Haben wir uns nicht alle schon tausendmal gefragt "Was wäre, wenn... "?? Was liegt wirklich in unseren Händen? Und liegt nicht alles sowieso in Gottes "Hand"??
Das Schwerste ist wohl nicht, dass wir oft keine Antwort auf die Frage bekommen, sondern dass uns eine Antwort nichts nützt. Geschehen ist geschehen. Wir können es nicht rückgängig machen.

Und vielleicht ist das gut so. Wenn wir davon ausgehen, dass Gott alles unter Kontrolle hat und den Lauf der Dinge bestimmt - wollen wir Ihm dann wirklich ins Hand-Werk pfuschen? Wer von uns kann schon bestimmen, wann die Zeit für einen Menschen gekommen ist, zu leben oder zu sterben? Ja ja, ich weiß - eine heikle Frage.

Aber ist es nicht auch sehr beruhigend zu wissen, dass nicht letztlich wir das Herz (Leben) anderer Menschen in unseren Händen halten, sondern dass Gott alles in Seiner Hand hält? Und das mit viel größerer Weisheit und Voraussicht, als wir alle hier zusammen. Gott kann unsere Hände benutzen, um zu heilen - oder Er steht neben uns und schaut einfach zu, weil Er einen anderen Plan hat.

Vielleicht entdecken wir in der Ewigkeit einmal, dass aus 80 % aller Dinge, die wir im Leben gerne rückgängig gemacht hätten, etwas Positives entstanden ist, das Gott gewirkt hat.

Wednesday, April 8, 2009

Spring time is Jazz time

Wer auch immer gestern abend nicht in der Matthäus-Kirche war - ihr werdet es auf ewig bereuen!
Jazz vom feinsten, und auch noch umsonst und drinnen - super, genial. Die drei "Jungs" hatten echt schwer was drauf, und die Zuschauer (die meisten jenseits der 40) waren trotz der teilweise gehobenen Lautstärke allesamt begeistert - sogar die Musiker waren echt begeistert, wie begeistert die Leute waren ;-)

Wer mehr wissen will: www.easter-suite.de - dort findet ihr auch die weiteren Termine dieses Jahr. Unbedingt zu empfehlen!!!

Friday, March 27, 2009

Alles hat seine Zeit

"... säen hat seine Zeit, pflanzen hat seine Zeit, ..." Das Thema Zeit holt mich scheinbar jeden Tag von woanders her ein.

- Offiziell ist zwar seit dem 21. März die Frühlings-Zeit angebrochen, aber wenn ich so nach draußen schaue, erkennt man davon noch nicht so viel. In 2 Wochen fängt unsere Hauskreis-Freizeit an und draußen hängt noch kein einziges grünes Blättchen!!
- Zum 1. Mai will ich meine Thesis fertig haben, und ich habe noch keine Seite dafür geschrieben (an die Klausuren und Präsentationen "zwischendurch" habe ich noch keinen Gedanken verschwendet).
- Anfang Juni bin ich mit der Uni fertig, und dann brauche ich einen neuen Job und die Zulassung zum Master an irgendeiner neuen Uni. Aber definitiv beworben habe ich mich noch nirgendwo.

Kommt Zeit, kommt Rat ??!! Das Problem ist, die Zeit kommt nicht, sie vergeht... Oder ist das wieder so eine Geduldsprobe?

Monday, March 23, 2009

Stürmische Zeiten

Lang schon lag auf der Lauer,
Leise sausend,
Heimlicher Sturm.
Plötzlich näher und näher brausend,
Überfällt er die Welt.
Frühlingsschauer
Bringt er dem atemschöpfenden Land.
Sturm!

(nicht von mir - hab den Autor vergessen)

Obwohl ich mich auch auf den Sommer und warme Sonne freue, hat so ein Tag wie heute auch was für sich! Nachdem ich gestern abend nach dem GD nicht mehr rauskam, hat mich heute doch der Ehrgeiz gepackt, gegen den Sturm draußen anzukämpfen - und außerdem hab ich eine Ausrede für's Fitneßstudio gesucht... Ist es nicht herrlich, bei so einem Wetter (freiwillig) draußen sein zu können, und sich dann hinterher drinnen mit einem heißen Tee wieder aufzuwärmen?
Gerade als ich wieder daheim war, fing es auch noch an zu regnen. Gott meint es gut mit uns!!
Und damit ihr wißt dass ich auch sonst noch was sinnvolles diesen Tag getan habe, sitze ich jetzt wieder an meiner Literatur - noch 250 Seiten, dann bin ich durch ;-)

Aber Er, der ewig Gute, will es, daß wir selber lesen
In den Tiefen Seiner Weisheit, und erkennen draus Sein Wesen;
Darum liegt vor uns der Schöpfung hoher wundervoller Plan,
Strömt ein Quell dem Weisheitsfreunde, wo er täglich schöpfen kann.
aus: Der Sturm, Karoline Rudolphi (1779)

Sunday, March 22, 2009

Für alle "Fälle"

Nach den letzten paar Tagen habe ich heute morgen mit Erschrecken festgestellt, dass ich wieder in die Falle getappt bin. Die Fallschirm-Falle.

Mir ist in den letzten Tagen die Konsequenz des Fastens ziemlich abhanden gekommen, nicht was das Essen betrifft, sondern - und das ist viel schlimmer - in Bezug auf die Zeit mit Gott, was ja der eigentliche Sinn meines Fastens war. Ich habe Gott wieder zu einem Fallschirm reduziert, auf den ich zwar in Notfällen zurückgreifen kann, aber sonst hoffentlich nie brauche... Schön verpackt in einem kleinen Rucksack neben meiner Couch, in einer dezenten Farbe, unauffälliges Design, ... Ihr wißt was ich sagen will.

Ich ärgere mich über mich selbst, dass gerade hier mein Hang zum Perfektionismus völlig versagt hat, wo er denn mal angemessen gewesen wäre. Gott ist kein Fallschirm, kein passives Etwas, das sich erst entpackt wenn ich die Reißleine ziehe. Sondern ein 24/7 Gegenüber, mit dem ich in ständigem Dialog stehe, von dem ich lerne und mich verändern lassen will.

Also: auf ein Neues!!

Saturday, March 14, 2009

Time put into people is time committed to God

“My prayer for all of them [His disciples and us] is that they will be one, just as you and I are one, Father—that just as you are in me and I am in you, so they will be in us, and the world will believe you sent me.” John 17:21 NLT

Was macht mein Leben eigentlich aus? Wodurch wird ein Leben wertvoll? Und wie kann ich das Leben von anderen bereichern?
Was unterscheidet uns Christen von Nicht-Christen?

John Fisher schrieb mal, "We need to give priority to our relationships with other believers because who we are depends on it."
Was unser Leben ausmacht, sind die Beziehungen, die wir zu unseren Mitmenschen haben. Denn diese Beziehungen reflektieren die Beziehung, die wir zu Gott haben. Wie kann ich sagen, ich liebe Gott, wenn ich meinen Mitmenschen keine Liebe entgegenbringe (sondern ver-urteile, vor-urteile, ignoriere, gedankenlos bin, ...)?!

In einem meiner Newsletter ging es heute um dasselbe Thema, das mich am Donnerstag in der Predigt schon getroffen hatte - das erste und wichtigste Gebot: "... und den Nächsten wie dich selbst."
Sind wir nicht - vorallem in unserer Gemeinde - dazu berufen, einander zu dienen, zu helfen, uns zu ermutigen, aufzubauen, ...?! An mir selbst merke ich, dass ich oft einfach nur kritisiere und über Sachen rede, die mir NICHT gefallen - anstatt meinen Mitmenschen auch mal zu sagen, wo ihre Stärken liegen, sie ermutige, lobe, etc.

"In response to all He has done for us, let us outdo each other in being helpful and kind to each other and in doing good." Hebr 10:24

Heute ist mir sehr deutlich klar geworden, dass Leute nicht daran wachsen, wo sie kritisiert werden, sondern daran wachsen, wo ihnen ihre Stärken aufgezeigt werden. God wants to bring out the best in my life - not the worst! Warum hacke ich also ständig darauf herum, was ich NICHT kann, anstatt mich auf das zu konzentrieren was mir Gott an Gaben gegeben hat, damit ich daraus das Beste mache?
Gott sieht vorallem das Potential in meinem Leben, nicht die Fehler die ich irgendwann mal begangen habe. Daran sollte ich mir mal ein Beispiel nehmen!! Also ein später Vorsatz für's Neue Jahr, aber besser spät als nie ;-)

Tuesday, March 10, 2009

Alles Küche oder was?!

Trotz Fastenzeit gibt's derzeit kein anderes Thema mehr zu Hause. Eine neue Küche soll her - aber was für eine?! Es ist wirklich unglaublich, wieviel Zeit und Nerven es kostet, wenn man seine Küche selbst planen will. Schier unendliche Möglichkeiten tun sich auf und jegliche Entscheidung rückt in weite Ferne, kommt auch nur eine alternative Schublade ins Spiel. Wie soll man da noch an Fasten denken, wenn es die ganze Zeit um die Anordnung von Herd, Backofen, Kühlschrank, Toaster, Microwelle & Co. geht und wie und wo die Inhalte der Küche verstaut werden sollen?!

Da ist mir doch die knifflige Diskussion um Römer 10 wesentlich lieber, die wir gestern im Hauskreis hatten - erstens, weil sie vom Essen ablenkt und zweitens, weil einem dabei wesentlich wichtigere Erkenntnisse kommen als bei der Planung des Einbauschranks. Und drittens, weil diese Erkenntnisse morgen auch noch Bestand haben...

Ich stelle fest, dass ich die Verse 14-15 auch immer anders verstanden hatte als sie eigentlich gemeint sind; und mir ist gleichzeitig auch zum ersten Mal wirklich klar geworden, wie ausgefeilt und sinnig Paulus' Rhetorik und Argumentation ist. Ganz schön ausgefuchst!