Es ist für einen Christen sicher eine grundlegende Voraussetzung, daran zu glauben, dass Gott allmächtig ist und alles zu tun vermag. Eine andere Sache ist es jedoch daran zu glauben, dass er auch alles definitiv tun wird.
Oft ertappe ich mich nach einem Gebet bei dem Gedanken, "Ich weiß dass du das jetzt gehört hast, Gott, aber ich hab vollstes Verständnis dafür, wenn du andere Pläne hast."
Ja ich gebe zu, es ist wohl ziemlich kleingläubig zu sagen "I know He can, but I'm not sure He will". Und ich bezweifle ja auch nicht generell, dass Gott unsere Gebete beantwortet. Aber ich glaube nicht, dass Gott alle unsere Herzenswünsche erfüllt, wenn wir darum beten. Und eigentlich ist das auch gut so, weil Gott am besten weiß, was wirklich gut für uns ist. Nur weil Kinder fünfmal am Tag Lust auf Eis haben, heißt das nicht, dass sie auch fünf Eis bekommen sollten...
Was meint David also, wenn er schreibt, "Delight yourself also in the Lord, and He shall give you the desires of your heart" (Ps 37:4)?
Geht es nicht vielmehr darum, dass Gott sieht, was wir wirklich brauchen (anstatt dem was wir wollen), und uns das dann auch - wie versprochen - zukommen lässt?!
"For your heavenly Father knows what you need" (Mt 6:32).
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